Overtime-Niederlage in Weißenfels

Im Duell gegen den SYNTAINICS MBC hatten die ROSTOCK SEAWOLVES am Samstagabend mit 98:103 (43:48) nach Verlängerung das Nachsehen. Im Schlussviertel verspielten die Rostocker einen 13-Punkte-Vorsprung. In der Verlängerung waren die Gastgeber aus Weißenfels kaltschnäuziger, um den SEAWOLVES den dritten BBL-Sieg in Serie zu rauben. Bent Leuchten trumpfte mit zwei persönlichen BBL-Bestmarken von 23 Punkten und zehn Rebounds auf. Auf Seiten des MBC kam Matchwinner Spencer Reaves auf 33 Zähler. Die SEAWOLVES stehen nach sechs Spieltagen auf dem achten Tabellenplatz der easyCredit Basketball Bundesliga.

Spielbericht

SYNTAINICS MBC gegen ROSTOCK SEAWOLVES 103:98 (48:43, 88:88) OT 

In der regulären Spielzeit waren noch 7:13 Minuten im vierten Viertel auf der Uhr, als Bent Leuchten die 13-Punkte-Führung für die ROSTOCK SEAWOLVES herstellte (81:68). Die Wölfe aus Rostock hielten das Momentum nach einem intensiven und umkämpften Spiel, in dem es lange Zeit hin und her ging. Kein Team konnte sich in den vorherigen drei Abschnitten deutlich absetzen, die Führung wechselte häufig. Beide Teams hatten Höhen und Tiefen, offenbarten defensive Schwachstellen bzw. Nachlässigkeiten im Rebound-Verhalten. Dennoch konnten sich die Rostocker zu Beginn des Schlussviertels ein komfortables Polster erspielen.

Allerdings nutzte MBC-Coach Vladimir Jovanovic die Auszeit nach der höchsten Rostocker Führung des Abends, um seine Spieler für die Schlussoffensive einzuschwören. Mit Erfolg. Die Rostocker hatten in den verbleibenden Minuten Probleme, den Dreipunktewurf der Weißenfelser Wölfe zu verteidigen und selbst Zählbares auf die Anzeigetafel zu bringen.

Zwar führten die Gäste von der Ostsee fünf Minuten vor Schluss noch zweistellig (83:73, 36. Min), doch die Crunchtime gehörte den Hausherren. Spencer Reaver traf allein in der letzten Minute zwei Dreier, um das Spiel in die Verlängerung zu bringen. In der Overtime blieb der SYNTAINICS MBC tonangebend und fügte den Rostockern die erste BBL-Niederlage nach zuletzt zwei Erfolge in Serie zu.

Zahlen, bitte!

Die Ballverluste bedeuteten in einem umkämpften Spiel den Unterschied. Rostock gab 15 Mal das orangefarbene Leder her, Weißenfels lediglich acht Mal.

So geht’s weiter

Am Mittwoch sind die SEAWOLVES im BKT EuroCup im Einsatz, dann auswärts beim italienischen Vertreter in Tortona. Der Ball in der easyCredit BBL fliegt bereits am 1. November wieder durch die StadtHalle Rostock. Dann ist der FC Bayern München zu Gast. Tickets für das fast ausverkaufte Spiel gegen München sind auf tickets.seawolves.de erhältlich.

Viertelstände (MBC-HRO): 21:23, 27:20, 17:29, 23:16, 15:10

Punkteverteilung:

Rostock: Amaize (9), Baggette (0), Copeland (16), Crockett Jr. (16), Hartwich (2),  Konontsuk (16), Lansdowne (4), Leuchten (23), Loll (nicht eingesetzt), Stove (12), Withers (0).

Weißenfels: Gaines (11), Hunt (8), Mushidi (9), Nikic (0), Planinic (22), Radojicic (5), Reaves (33), Siegert (nicht eingesetzt), Simanic (2), Wafa (nicht eingesetzt), Welp (13), de Oliveira (nicht eingesetzt).

Stimmen zum Spiel

Przemyslaw Frasunkiewicz (Head Coach Rostock):
„Wir haben gut gespielt – ich würde sagen, 35 Minuten lang, also 3,5 Viertel. Wir lagen in Führung, sogar zweistellig, doch dann haben uns mangelnde Reife und zu viel Eigennutz den Sieg gekostet. Anstatt das Tempo und die Ballbesitzphasen zu kontrollieren, sind wir völlig außer Kontrolle geraten. Wir haben völlig die Fassung verloren – einfach nur wild. Und genau das passiert einem, wenn man sich bei Auswärtsspielen so verhält.“

Vladimir Jovanovic (Head Coach Weißenfels):
„Zunächst einmal möchte ich unseren Fans danken. Sie waren heute Abend großartig. Sie haben uns unterstützt und uns Energie gegeben – besonders im vierten Viertel, als wir eigentlich schon am Ende waren. Ich bin wirklich stolz auf meine Spieler. Sie haben Charakter und Qualität gezeigt. Sie haben ein für uns sehr wichtiges Spiel gewonnen – nicht nur im Hinblick auf das Ergebnis, sondern auch für unser Selbstvertrauen. Ich bin sehr stolz auf sie; genau so müssen wir auch in Zukunft Basketball spielen.“