Rekordsieg gegen Würzburg

Die ROSTOCK SEAWOLVES haben gegen die Fitness First Würzburg Baskets mit 101:62 (40:35) gewonnen. Den Grundstein für den dritten Saisonsieg in der easyCredit Basketball Bundesliga legten die Wölfe vor 3.722 Zuschauern in der StadtHalle Rostock im dritten Viertel, das die Gastgeber mit 35:6 für sich entscheiden konnten. Am Ende verzeichneten die Rostocker den höchsten Sieg in ihrer BBL-Geschichte und zudem einen Defensivrekord: Nie zuvor haben sie in der höchsten deutschen Spielklasse weniger Zähler in einem Spiel zugelassen. TJ Crockett Jr. erzielte 18 Punkte für die SEAWOLVES, Zach Copeland verbuchte 16 Zähler. Bei den Gästen kamen die Guards Calvin Wishart und Kenny Dye auf jeweils zwölf Punkte. Die SEAWOLVES kletterten nach diesem Sieg vorrübergehend auf den sechsten Tabellenplatz.

Spielbericht

ROSTOCK SEAWOLVES gegen Fitness First Würzburg Baskets 101:62 (40:35)

Die erste Halbzeit glich einem offenen Schlagabtausch. Die Würzburger fanden besser ins Spiel. Rostock hielt zwar dagegen, lief aber meist einem kleinen Rückstand hinterher (11:17, 8. Min; 22:29, 13. Min). Die harte Gangart der Unterfranken bekam der Rostocker Todd Withers zu spüren, als er in der achten Minute nach einem Gerangel auf dem Ellenbogen landete und behandelt werden musste. Der Flügelspieler konnte wenig später weiterspielen.

Die SEAWOLVES sezierten nach und nach die Würzburger Abwehrreihen und fanden ein ums andere Mal Lücken. Zur Mitte des zweiten Viertels kippte das Momentum auf die Rostocker Seite, nachdem der zurückgekehrte Withers auf Dominic Lockhart passte, der per Dreier den Führungswechsel (32:31, 18. Min) herbeiführte. Von nun an rollte der Rostock-Express. Bemerkenswert war eine Passstafette, ausgehend von DeAndre Lansdowne, die über TJ Crockett Jr. den per Korbleger vollstreckenden Robin Amaize fand.

Nach dem Seitenwechsel blieben die Wölfe spielbestimmend. Ein 15:0-Lauf mit einem stark aufspielenden Crockett Jr. brachte den Wölfe die Kontrolle, die sie bis zum Spielende nicht mehr abgeben sollten. Die Gäste hingegen fanden keine Lösung gegen die hungrigen Wölfe; der Korb war wie vernagelt – und das Spiel schon vor dem Schlussviertel entschieden. Ein Dreipunktetreffer Copelands durchbrach in der Schlussminute die 100-Punkte-Marke.

Zahlen, bitte!

Rund um den Spieltag gab es auch ein Jubiläum: 10 Jahre Seawolves Danceteam! Über 50 Tänzerinnen aus den vergangenen Jahren waren eingeladen, um zu tanzen und für Unterstützung während der Partie zu sorgen.

So geht’s weiter

Der Ball in der easyCredit BBL fliegt erst wieder am 1. November durch die StadtHalle. Dann ist der FC Bayern München zu Gast. Zuvor sind die Wölfe zwei Mal im BKT EuroCup im Einsatz (14.10. in Le Mans; 20.10. zuhause gegen Aris Thessaloniki) und ein Mal in der BBL (24.10. in Weißenfels). Tickets für die stark nachgefragten Heimspiele gegen Thessaloniki und München sind auf tickets.seawolves.de erhältlich.

Viertelstände (HRO-WÜB): 19:21, 21:14, 35:6, 26:21

Punkteverteilung:

Rostock: Amaize (7), Baggette (5), Copeland (16), Crockett Jr. (18), Hartwich (0), Klassen (10), Konontsuk (12), Lansdowne (6), Leuchten (7), Lockhart (4), Stove (8), Withers (7).

Würzburg: Colbert III (2), Dye (12), Griffin (5), Herzog (3), Jones (7), Petric (6), Pjanic (nicht eingesetzt), Thompson (4), Tischler (8), Saffer (3), Wishart (12).

Stimmen zum Spiel

Przemyslaw Frasunkiewicz (Head Coach Rostock):
„Wir hatten einen schwierigen Start. Wir haben nicht zusammengespielt und waren meist einen Schritt zu langsam. Es hat etwas gedauert, bis wir defensiv besseren Zugriff bekamen. Dadurch kam unsere Offensive besser ins Laufen. Die Saison wird sehr schwer. Deshalb bin ich sehr glücklich, dass wir alle zwölf Spieler einsetzen konnten.“

Sasa Filipovski (Head Coach Würzburg):
„Der Unterschied heute war die zweite Halbzeit, insbesondere das dritte Viertel. Wir haben unsere Konzentration und Physis vermissen lassen. Rostock war deutlich physischer als wir. Dadurch fanden wir keinen Weg, um zu punkten. Wir trafen keine Freiwürfe und haben einige Male den Ball verloren. Wir konnten auch TJ Crockett Jr. und Zach Copeland im dritten Viertel nicht stoppen. Wir haben nicht die Erfahrung, um dagegen zu halten. Unser Boot hat mehr und mehr Leck geschlagen und ist langsam gesunken. Insofern Glückwunsch an Rostock. Sie sind ein physisches und sehr erfahrenes Team. Wir müssen aus dieser Niederlage lernen und uns auf das nächste Spiel konzentrieren.“