SEAWOLVES feiern Heimsieg gegen Ulm
Die ROSTOCK SEAWOLVES bleiben in dieser Saison in der easyCredit Basketball Bundesliga in eigener Halle ungeschlagen. Der vierte BBL-Heimsieg in Folge gelang den Wölfen vor 4.235 Zuschauern in der StadtHalle Rostock gegen ratiopharm ulm. Beim 97:87 (58:45) führten die Rostocker im dritten Abschnitt mit 21 Punkten, doch Ulm verkürzte im Schlussviertel auf einen Zähler, ehe die SEAWOLVES zur Schlussoffensive ansetzten und den umjubelten Sieg ins Ziel brachten. Fünf Wölfe punkteten zweistellig. Topscorer war Artur Konontšuk mit 22 Punkten. Bei den Ulmern kam Armel Traore auf 25 Zähler. Die SEAWOLVES kletterten nach diesem Sieg auf den vierten Platz in der Tabelle.
Spielbericht
ROSTOCK SEAWOLVES gegen ratiopharm ulm 97:87 (58:45)
Lange Zeit sah es nach einem souveränen Sieg für die ROSTOCK SEAWOLVES aus, doch im Schlussviertel – als Ulm beinahe die Führung holte – bekamen die Rostocker noch die Kurve.
Früh setzten die Wölfe zur Korbjagd an, waren hungrig im Rebound, in der Verteidigung und spielten clever in der Offensive. Artur Konontšuk war der auffälligste Akteur der Anfangsminuten; er wuselte unter den Körben, angelte sich Offensiv-Rebounds und sorgte mit leichten Punkten in Brettnähe dafür, dass Rostock im Spiel blieb (8:9, 4. Min). Als Todd Withers in der siebten Minute einen Dreier aus der Ecke versenkte, hatten die Wölfe die Kontrolle zunächst an sich gerissen. Ein Alley-Oop-Dunk von Philipp Hartwich zum 24:17 (8. Min) markierte das erste Rostocker Highlight dieser Partie.
Die SEAWOLVES waren auch im zweiten Abschnitt die spielbestimmende Mannschaft. Johnathan Stove sorgte für die erste zweistellige Führung des Abends (33:21, 12. Min). Die Ulmer suchten ihren Rhythmus im Angriff, der jedoch auch von der aggressiven Abwehrarbeit der Rostocker stark gestört wurde. Bis zur Halbzeit enteilten die Wölfe auf 15 Punkte (58:45) – und bauten den Vorsprung im dritten Durchgang bis auf 21 Zähler aus (68:47, 24. Min). Zu diesem Zeitpunkt mussten die Rostocker bereits auf die Dienste von Todd Withers verzichten, der in der Halbzeitpause am Fuß behandelt werden musste und nicht mehr weiterspielen konnte. Wie aus dem Nichts liefen zur Mitte des dritten Abschnitts die Ulmer heiß. Innerhalb weniger Minuten kämpften sie sich – getragen von Center Armel Traore (19 von 25 Punkte in der zweiten Halbzeit) – auf einen Punkt heran (77:76, 34. Min) – und gestalteten die Partie wieder völlig offen.
In der dramatischen Schlussphase sorgte TJ Crockett Jr. mit zwei Korblegern dafür, dass die Rostocker sich wieder leicht absetzen konnten. Auch ein Dreipunktespiel von Bent Leuchten, das das 84:76 (37. Min) markierte, entpuppte sich im Nachhinein als Schlüsselszene. Dadurch kippte das Momentum des Spiel zurück auf die Seite der SEAWOLVES, die in den letzten Minuten durch Dreipunktetreffer Copelands und Konontšuks den vierten BBL-Heimsieg dieser Spielzeit besiegelten.
Zahlen, bitte!
Die Arbeit an den Brettern kann ein Schlüssel zum Sieg sein. Die SEAWOLVES holten doppelt so viele Offensiv-Rebounds wie die Ulmer. Die Rostocker hatten 14 zweite Wurfchancen, aus denen sie jedoch nur 14 Punkte erzeugen konnten, während Ulm aus sieben Offensiv-Rebounds zwölf Punkte erbeutete.
Viertelstände (HRO-ULM): 29:21, 29:24, 15:21, 24:21
Punkteverteilung:
Rostock: Amaize (0), Baggette (nicht eingesetzt), Copeland (19), Crockett Jr. (16), Hartwich (2), Konontsuk (22), Lansdowne (3), Leuchten (11), Lockhart (3), Stove (13), Withers (8).
Ulm: Atamna (3), Faye (4), Fischer (6), Koroma (1), Liedtke (0), Rataj (11), Schmidt (19), Sims (14), Traore (25), Watson (4).
So geht’s weiter
Bis zum 17. November tragen die SEAWOLVES noch drei Heimspiele in der StadtHalle Rostock aus: Am Dienstag, 10. November, ist um 20:00 Uhr der slowenische Traditionsclub Cedevita Olimpija Ljubljana im BKT EuroCup zu Gast, am Sonntag (15.11., 15:00 Uhr) trifft RASTA Vechta gegen die Wölfe an, ehe am Dienstag, 17. November, um 20:00 Uhr der EuroCup-Titelfavorit Hapoel Jerusalem erstmals in Rostock antritt. Tickets für diese Partien gibt es auf tickets.seawolves.de und an den bekannten Vorverkaufsstellen.
Stimmen zum Spiel
Przemyslaw Frasunkiewicz (Head Coach Rostock):
„Die gesamte Woche war verrückt. Wir haben gegen München gespielt, dann sind wir zwölf Stunden hin und zurück nach Spanien gereist und heute haben wir gegen Ulm gewonnen. Wir haben uns zum Sieg gekämpft, obwohl wir zwei Verletzungen (von Owen Klassen und Todd Withers) kompensieren mussten. Am Ende mussten wir Small Ball spielen und die Jungs haben es sehr stark gelöst.“
Ty Harrelson (Head Coach Ulm):
„Zunächst einmal Glückwunsch an Rostock. Wir wussten, dass sie zu Hause noch ungeschlagen sind und eine wirklich gute Mannschaft haben. Ich denke, der Rückstand, den wir uns in der ersten Halbzeit und zu Beginn des dritten Viertels eingehandelt haben, war letztlich einfach zu groß, um ihn komplett aufzuholen. Trotzdem bin ich stolz auf unsere Jungs. Sie haben einen Weg gefunden, sich zurückzukämpfen – in Situationen, in denen wir zuvor vielleicht einfach mit 15 oder 20 Punkten verloren hätten. Ich glaube, wir hatten den Ball und einen guten Wurf, danach jedoch einen Ballverlust, der direkt zu Punkten für Rostock im Fastbreak geführt hat. Dadurch wuchs der Rückstand wieder auf fünf Punkte an. Vielleicht ist uns am Ende auch etwas die Kraft ausgegangen. Wenn man so viel Energie investiert, um zurückzukommen, dann muss man die offenen Würfe treffen, die sich einem bieten. Das ist uns diesmal nicht ganz gelungen. Aber ich denke, wir haben uns die richtigen Würfe herausgespielt.“