SEAWOLVES verlieren Thriller von Tortona

Beinahe hätte es für die ROSTOCK SEAWOLVES mit dem ersten Auswärtssieg im BKT EuroCup gereicht. Doch letztlich war ein 15-Punkte-Vorsprung nicht genug. Beim italienischen Vertreter Baglietto Derthona Tortona unterlagen die Rostocker mit 83:86 (44:39). Es war die vierte Niederlage im fünften EuroCup-Spiel. Zach Copeland erzielte 23 Punkte für die SEAWOLVES, die Siebter der Gruppe A bleiben.

Spielbericht

Baglietto Derthona Tortona gegen ROSTOCK SEAWOLVES 86:83 (39:44)

Nach kurzem Abtasten lief die Offensive der Rostocker heiß. Vor allem aus der Distanz waren die Wölfe treffsicher und erspielten sich früh eine 14:6-Führung (5. Min) nach Treffern von Zach Copeland und DeAndre Lansdowne. Dass Owen Klassen unter den Körben fehlte, kompensierten die Rostocker durch starke Teamverteidigung und gute Ballbewegungen im Angriff. Die Führung blieb so auf Seiten der Ostseestädter.

Als Artur Konontsuk zum 34:25 (13. Minute) einnetzte, notierten die Statistiker eine 70%ige Dreipunktewurfquote bei den SEAWOLVES. Copeland traf kurz vor der Halbzeit zum ersten zweistelligen Vorsprung des Abends (40:30, 17. Min), doch kurz vor dem Pausentee antworteten die Gastgeber mit sieben Zählern in Folge. Zur Halbzeit trennten beide Teams fünf Punkte (44:39).

Nach dem Seitenwechsel setzten die Italiener weitere Nadelstiche, doch die SEAWOLVES wussten diese zu parieren. Die Dreipunktewürfe fielen weiterhin und die Rostocker bauten ihre Führung auf bis zu 15 Zähler aus (60:45, 26. Min).

Vor dem Schlussviertel lagen die Wölfe mit 13 Punkten vorn (70:57). Im vierten Abschnitt kämpften sich die Hausherren in knapp drei Minuten mit einem 10:0-Lauf zurück ins Spiel (70:67, 33. Min). Das Momentum war den Rostockern entglitten, Tortona gab nun den Ton an. Amar Alibegovic versenkte für die Gastgeber zwei Dreier in Folge und brachte Tortona erstmals seit dem ersten Viertel wieder in Führung (73:72, 34. Min). Die Rostocker liefen fortan bis zum Spielende einem knappen Rückstand hinterher. Bei beiden Teams fielen kaum noch Würfe aus dem Feld und von der Freiwurflinie, wenngleich Tortona die entscheidenden Zähler durch Justin Gorham 28 Sekunden vor Schluss erzielte. Zwar konnte Robin Amaize 10,8 Sekunden vor Schluss noch auf 81:83 verkürzen, doch Tortona sicherte sich an der Freiwurflinie den Sieg. Zach Copelands Wurf zum potenziellen Ausgleich mit ablaufender Uhr verfehlte den Korb.

Zahlen, bitte!

Lange Zeit hatten die Wölfe das Spiel im Griff, auch weil sie Druck auf Ball ausgeübt haben. In Summe forcierten sie 16 Ballverluste (ggü 8 eigenen). Allerdings hatten sie beim Rebounding einen deutlichen Nachteil (32:44).

Viertelstände (TOR-HRO): 23:24, 16:20, 18:26, 29:13

Punkteverteilung:

Rostock: Amaize (11), Baggette (nicht eingesetzt), Copeland (22), Crockett Jr. (10), Hartwich (2),  Konontsuk (10), Lansdowne (5), Leuchten (4), Lockhart (0), Loll (nicht eingesetzt), Stove (11), Withers (8).

Tortona: Alibegovic (8), Bortoloni (16), Di Meo (nicht eingesetzt), Durham (13), Eboua (5), Gazzotti (nicht eingesetzt), Gorham (8), Hubb (15), Jallow (10), Maddox Jr. (2), Olejniczak (6), Pecchia (3).

So geht’s weiter

Am Sonntag ist der FC Bayern München um 15:00 Uhr zu Gast in der StadtHalle Rostock. Tickets für das fast ausverkaufte Spiel gegen München sind auf tickets.seawolves.de erhältlich.

Stimmen zum Spiel

Przemyslaw Frasunkiewicz:
„Wir haben im Schlussviertel unsere Würfe nicht getroffen. Als wir zweistellig vorn lagen, hatten wir uns gute Würfe erarbeitet, doch leider haben wir sie nicht getroffen. Vier Minuten lang haben wir nachlässig gespielt, das hat uns den Sieg gekostet. Dennoch bin ich stolz auf mein Team, das sich nie aufgegeben und bis zum Schluss gekämpft hat.“